Wurstsalat

WurstsalatJaja… Da bin ich wieder… Man sollte einfach nicht so viele Hobbies haben. Ich habe nämlich angefangen zu Häkeln. Eine recht zeitraubende Geschichte, wenn man noch so langsam ist wie ich. 😉 Hab das seit der Grundschule nicht mehr gemacht, aber Dank einer gewissen Videoplattform habe ich mein altes Wissen schnell wieder reaktiviert.

Jedenfalls haben wir in der Zwischenzeit selbstverständlich auch gekocht und gegessen. Heute gab es einen leckeren Klassiker – jeder bayerischer Haushalt hat wohl ein eigenes Rezept und ihr kriegt hier meines.

(Übrigens: An der frischen Luft schmeckt er noch besser)

Man nehme:

400 g Lyoner
150 g Cornichons
1 kleines Bund Frühlingszwiebeln
1/2 Bund Schnittlauch
4 EL Essig
8 EL Öl
1 Msp Dijonsenf
1 Prise Zucker
Salz, Pfeffer

Ich geb zu, ich hab gemogelt und hab vorgeschnittene Lyoner gekauft. Es spricht natürlich nichts dagegen, die Lyoner selbst zu schneiden (aber wenn man ein Kind im Lauflernalter hat, sind Abkürzungen super!!!).

Die Cornichons schräg in Scheiben schneiden. Die Frühlingszwiebeln waschen und putzen und dann in dünne Scheiben schneiden. Den Schnittlauch waschen, trocken schütteln und auch in kleine Ringe schneiden. Alles mit der Wurst in eine große Schüssel geben.

Essig, Öl, Senf und Zucker zu einem Dressing verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Dressing über den Salat geben und gut vermischen.

Mindestens eine Stunde durchziehen lassen und dann am besten mit frischem Brot genießen.

Mahlzeit!

Greetz,
Jazz

Zimtschnecken

Zimtschnecke1Wenn es eines in Schweden zu Hauf gibt, dann ist es neben Elchen, Ikea Möbeln und roten Holzhäusern wohl definitiv Kaffee. Die Schweden trinken oft und viel Kaffee und dazu gehört natürlich auch eine kleine Süßigkeit. Sehr beliebt ist der schokoladige Kladdkaka (deutsch „Klebkuchen“), aber der ist mir ohne Ei einfach noch nicht gelungen. Wenn doch, seid ihr natürlich die ersten, die es erfahren!

Eine weitere typische Kaffeebeilage ist die allseits beliebte Zimtschnecke (schwed. „Kanelbullar“). *nom* Ich muss gestehen, dass ich im Urlaub meinem Neffen recht neidisch dabei zusah, wie er seine „Bulle“ frisch aus dem Ofen in sich hinein mampfte. Aber hier, in meiner rundum ausgerüsteten Küche, sind auch mir fluffige, kleine Zimtschneckchen gelungen. Manchmal habe ich den Eindruck sie seien so leicht, dass sie fast von selbst vom Teller verschwinden… 😉

Man nehme:

Für den Teig:
420 g glutenfreie Mehlmischung
75 g Zucker
1 Prise Salz
1 Msp gemahlenen Kardamom
250 ml Hafermilch
25 g frische Hefe
75 g Margarine (geschmolzen)

Für die Füllung:
75 g Margarine
50 g Honig
2 TL Zimt

In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Salz und Kardamom verrühren. (Wer keinen gemahlenen Kardomom hat, sondern ganze Kapseln, kann jetzt stattdessen zwei Kapseln anschlagen und in die Milch werfen.) Die Milch auf ca. 40°C erhitzen. In der Mehlmischung eine Mulde bilden und dort die Hefe hinein bröckeln, Die warme Milch langsam in die Mulde gießen und dabei ein wenig vom umliegenden Mehl mit einrühren. Diesen Vorteig ca. 15 Minuten gehen lassen.

Nach Ende der Gehzeit den Kardamom entfernen, wenn man ganze Kapseln benutzt hat. Die flüssige, nicht zu heiße Margarine mit in die Schüssel geben und alles zu einem leichten Teig verkneten. Kurz warten, danach sollte der Teig nicht mehr kleben, da die Stärke nach und nach die Flüssigkeit absorbiert.  Wer zu früh weiteres Mehl hinzufügt, wird recht schwere, kompakte Schnecken backen.

Den Teig mit einem Handtuch abdecken und ca. 30 – 40 Minuten aufgehen lassen. Dann den Teig auf einer mehligen Arbeitsfläche durchkneten und in eine dünne, rechteckige Fläche ausrollen. Margarine und Honig für die Füllung verrühren und damit den Teig bestreichen (es sollte etwas davon übrig bleiben). Den Zimt großzügig darüber streuen. Den Teigfladen zu einer Wurst rollen und in ca. 4 cm dicke Scheiben schneiden. Die Stücke mit den Schnittflächen nach unten in Papierförmchen setzen und auf ein Backblech legen. Alles abdecken und den Teig so noch einmal aufgehen lassen (wird in 30 Minuten ungefähr 1,5 mal so groß).

Die Kanelbullar (Zimtschnecken) mit der restlichen Füllung bepinseln. Auf der mittleren Stufe im vorgeheizten Backofen bei 250°C etwa 8-12 Minuten backen.Zimtschnecke2

Unter einem Handtuch abkühlen lassen und am besten gleich lauwarm genießen. Himmlisch!

Greetz,
Jazz

Ungarische Peperoni Hack Pfanne

Ungarische Peperoni Hack Pfanne

Dieses Gericht ist nicht besonders „Fine Dining“. Es hat auch mit Haute Cuisine nichts zu tun. Es ist bodenständig. Herzhaft. Pikant. Und ich bin mir sicher, wenn es draußen erst einmal wieder etwas kühler wird, schmeckt es noch besser.

Je nach eigenem Gusto kann es von einer leichten Schärfe bis hin zu einem feurigen Vulkanausbruch auf der Zunge gewürzt werden.

Man nehme:

1 Zwiebel
100 g Peperoni (Glas)
1 Dose Gemüsemais
2 rote Paprikaschoten
1 kleine Zucchini
3 EL Olivenöl
600 g Schweinehackfleisch
Salz, Pfeffer
120 g Aiwar (Paprikazubereitung)
200 ml Gemüsebrühe

Die Zwiebel häuten und würfeln. Peperoni (je nach eigenem Geschmack mild oder scharf) und Mais abtropfen lassen. Paprika waschen, Deckel und Kerngehäuse entfernen. Schoten halbieren und in Streifen schneiden. Zucchini putzen, waschen, längs vierteln und in Scheiben schneiden. 4 Peperoni beiseite legen. Vom Rest die Stiele entfernen. Schoten in dicke Scheiben schneiden.

Öl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen. Hack mit Salz und Pfeffer würzen und ca. 5 Minuten krümelig braten.  Paprika, Zucchini und Peperoni dazugeben und ca. 4 Minuten anbraten. Aiwar (auch hier gilt: mild oder scharf) und Brühe vermengen, Gemüse damit ablöschen. Mais auch zum Hack geben und gründlich verrühren. Mit Salz, Pfeffer und evtl. Aiwar abschmecken. Hack-Pfanne anrichten und mit Peperoni garnieren.

Dazu gab es bei uns leckeren Reis.

Greetz,
Jazz

Kürbis Mango Suppe

Kürbis Mango SuppeWer aufgepasst hat, wird merken, dass das hier schon die vierte Suppe ist, die ihren Weg auf diesen Blog gefunden hat. Wir sind rechte Suppenkasper (im positiven Sinne), schlichtweg weil sie gut schmecken, schnell und einfach zubereitet sind und zusätzlich auch noch das Portemonnaie schonen.

Zugegeben, Mangos sind jetzt nicht unbedingt die günstigsten Früchte im Obstregal, aber so viel brauchen wir davon ja auch nicht. Ich habe hier einen Hokkaido verwendet, da er so ziemlich das ganze Jahr über erhältlich ist, ohne große Qualitätsverluste. Da wir uns nun aber langsam doch dem Herbst nähern, gibt es bald sehr viele andere Kürbissorten, die ich mir hervorragend in dieser Suppe vorstellen kann… Muskatkürbis, Spaghettikürbis, oder auch mein persönlicher Favorit, der Butternut Kürbis.

Man nehme:

1 Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
1 reife Mango
1 Hokkaido Kürbis (ca. 800g)
300 g mehlig kochende Kartoffeln
1 L Gemüsebrühe
2 EL Öl
etwas Zucker
Salz und Pfeffer
evtl. etwas Zitronensaft

Die Zwiebel schälen und würfeln. Den Knoblauch schälen und grob hacken. Mango vom Stein schneiden. Das Fruchtfleisch gitterförmig bis auf die Haut einschneiden, von der Haut schneiden oder mit einem Suppenlöffel von der Schale lösen. Kürbis in Spalten schneiden und die Kerne herauslösen. Dann den Kürbis schälen, waschen und grob würfeln. Kartoffeln schälen, waschen und grob würfeln. Das Öl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebeln darin glasig dünsten. Den Knoblauch hinzufügen und eine weitere Minute dünsten. Kürbis und Kartoffeln zufügen, kurz andünsten, mit Zucker bestreuen und leicht karamellisieren lassen. Jetzt die Mango zufügen und mit Brühe ablöschen. Alles aufkochen lassen und zugedeckt 20–25 Minuten garen. Abschließend die Suppe mit einem Pürierstab pürieren, mit Salz, Pfeffer und, falls noch etwas Säure fehlen sollte, auch Zitronensaft abschmecken.

Garniert habe ich mit einem Blättchen Koriander, Chiliflocken und ein paar Tropfen Kürbiskernöl.

Mahlzeit! 😉

Greetz,
Jazz

Sweet Potatoe Fries

SweetPotatoeFriesSüßkartoffeln sind für mich als Halbamerikanerin etwas ganz selbstverständliches. Oftmals vergesse ich, dass sie in Europa nicht unbedingt auf dem täglichen Speiseplan stehen.

Demnach hat es mich doch ein wenig überrascht, wie skeptisch mich meine bessere Hälfte beäugte, als ich ihm vorschlug, Pommes aus Süßkartoffeln zu machen a.k.a. Sweet Potatoe Fries.

Ja, auf dem Bild ist auch ein Burger, aber ich habe mich ein wenig verschätzt und sooo großartig war der jetzt nicht (Haferflocken sind nicht unbedingt die beste Panade). Umso besser waren aber die herzhaft süßen Begleiter und Dank der Zubereitung im Backofen, waren sie sogar noch fettarm! 🙂

Man nehme:

Süßkartoffeln (ich rechne etwa 1 pro Person)
etwas Maisstärke
Olivenöl
Salz, Pfeffer und Gewürze nach Wahl

Den Backofen auf 225°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Süßkartoffeln schälen und erst in 0,7 bis 1 cm dicke Scheiben schneiden und diese Scheiben dann ich ebenso dicke Stifte zerteilen. Es ist wichtig, dass die Pommes annähernd dieselbe Größe haben, damit sie gleichmäßig garen.

Die Kartoffelstifte am besten in einen großen Gefrierbeutel geben und mit etwa 1 Msp Maisstärke pro Kartoffel, Salz, Pfeffer und Gewürzen bestreuen. Ich habe eine Cajun Würzmischung verwendet. Sehr lecker. Etwas Olivenöl darüber träufeln. Den Beutel verschließen und kräftig schütteln, damit alle Kartoffeln überzogen werden. Dann auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und so verteilen, dass die Pommes sich nicht überlappen.

Jetzt ab in den Ofen mit ihnen und 15 Minuten backen. Dann die Pommes wenden und weitere 15 Minuten backen. Man muss ihnen wirklich Zeit geben, sonst werden sie nicht knusprig. An den Ecken werden sie relativ schnell recht dunkel. Sie sind aber nicht verbrannt, eher karamellisiert. Grandios gut.

Dazu passt jeder erdenkliche Dip, der einem auch zu gewöhnlichen Pommes schmecken würde. Bei uns gab es einen würzigen Paprikadip (1:1 Ajvar und eifreie Mayonnaise mit etwas Zitrone und Pfeffer abgerundet).

Greetz,
Jazz

Gnocchi

GnocchiJa, ich lebe noch. 😉 Die Kleine lernt nur gerade sich an allem Möglichen hochzuziehen und krabbelt schneller als mir lieb ist. Demnach habe ich oft entweder keine Zeit oder keine Energie mehr, um euch mit einem Eintrag zu beglücken. 😛

Dafür gibt es heute was ganz leckeres aus der italienischen Küche für euch: Gnocchi! Ich bin ein sehr großer Fan dieser kleinen Kartoffelbällchen. Damals –  es fühlt sich schon fast wie ein anderes Leben an – habe ich sie regelmäßig mit einer cremigen Fetasoße oder einem einfachen Tomatensugo gegessen. Ein Traum.

Immerhin auf die Gnocchi muss ich jetzt nicht mehr verzichten, wenn auch die Soßen nun etwas anders ausfallen, wie hier auf dem Bild zum Beispiel mit Senfrahm (natürlich auf Hafersahnebasis), Speck und Schnittlauch. Lecker, lecker, lecker!

Man nehme:

1 kg Kartoffeln
500 g glutenfreie Mehlmischung (ich verwende am liebsten den Brotmix B von Schär)
100 g Polenta
Salz

Die Kartoffeln in der Schale kochen bis sie gar sind, aber nicht zerfallen. Kocht man sie ohne Schale, geben sie zuviel Stärke ab. Die Knollen noch heiß pellen und durch die Presse drücken. Sofort mit Mehl und Polenta und Salz (abschmecken) vermengen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Bei Bedarf etwas mehr Mehl hinzugeben. Den Teig etwas ruhen lassen.DSCN1394

Aus dem Teig etwa daumendicke Rollen formen, davon etwa daumenbreite Stücke abschneiden und nach Belieben formen. Ich habe sie nur einmal kurz in der Hand gerollt und mit der Gabel eine leichte Vertiefung in eine Seite gedrückt,  so entstanden Rillen in der Mitte für die Soße.

In heißem, nicht ganz kochendem Salzwasser ziehen lassen. Wenn die Gnocchi oben schwimmen, sind sie gar.

Mit einer Soße nach Wahl oder einfach mit etwas Olivenöl und Kräutern in der Pfanne geschwenkt sofort servieren.

Greetz,
Jazz