Blueberry Pancakes

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWir waren neulich zum Brunchen eingeladen – Unter der Prämisse, dass wir etwas zum Buffet beisteuern. Gut, was darf bei einem vernünftigen Brunch nicht fehlen? Richtig! Fluffig leichte, klassisch amerikanische Pancakes! Die aktuelle Blaubeersaison hat dann dazu geführt, dass aus den bereits recht leckeren Pancakes geradezu köstlich verführerische Blueberry Pancakes wurden. *Nom*

Und weil die Pancakes allein natürlich nicht blaubeerig genug sind (haha), habe ich dazu noch einen schnellen Blaubeersirup gekocht.

Leider habe ich auf die Schnelle die Mengen nicht abgewogen, daher habe ich nur die in den USA typischen „Cup“ Angaben für euch. Schande über mein Haupt! So viel kann ich euch aber sagen: 1 Cup entspricht dem Volumen von 236,58 ml. 🙂

Man nehme:

1 Cup glutenfreies Mehl
1 EL Zucker
1 TL Vanillezucker
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
Eiersatz für 2 Eier
1 Cup Haferdrink
125 g Blaubeeren
1/4 Cup Wasser
1/4 Cup Zucker
Zitronensaft
neutrales Öl zum Braten

Das glutenfreie Mehl, 1 EL Zucker, Vanillezucker, Salz und Backpulver in einer Schüssel mischen. In einer anderen Schüssel den Eiersatz anrühren und mit dem Haferdrink mischen. Die Flüssigkeit auf einmal zu der Mehlmischung geben und mit einem Schneebesen verrühren. Es dürfen ruhig ein paar Klümpchen übrig bleiben, das muss so sein! 😉 Die Blaubeeren verlesen, waschen und gut abtropfen lassen.

Eine große antihaft beschichtete Pfanne auf mittlerer Flamme erhitzen. Etwas Öl hineneingeben und mit einem Stück Küchenpapier dünn in der Pfanne verteilen. Den Teig langsam in die Pfanne laufen lassen und so nach Belieben einen oder zwei Pancakes auf einmal backen. Nach etwa 10 Sekunden auf einer Seite über jeden Pancake ca. 8-12 Blaubeeren streuen. Wenn die Oberseite des Pancakes dicke Blasen schlägt, vorsichtig wenden und auch auf der anderen Seite goldbraun ausbacken. Die fertigen Pancakes auf einem Teller sammeln und mit Alufolie bedecken, um sie warm zu halten. Zwischen zwei Bratgängen die Pfanne immer wieder mit dem öligen Küchenpapier auswischen, sonst brennt der ausgetretene Blaubeersaft gern an und wird bitter.

Wenn alle Pancakes gebraten sind, die Pfanne ein letztes Mal auswischen. Die Hitze hoch drehen und die übrigen Blaubeeren, Zucker und Wasser in die Pfanne geben. Alles aufkochen und köcheln lassen, bis sich Wasser und Zucker verbunden haben und die Flüssigkeit sirupartig eindickt. Mit Zitronensaft abschmecken. Den Sirup in eine Schale oder Sauciere geben und mit den heißen Pancakes servieren.20130901_105901

Mahlzeit!

Greetz,
Jazz

Zimtschnecken

Zimtschnecke1Wenn es eines in Schweden zu Hauf gibt, dann ist es neben Elchen, Ikea Möbeln und roten Holzhäusern wohl definitiv Kaffee. Die Schweden trinken oft und viel Kaffee und dazu gehört natürlich auch eine kleine Süßigkeit. Sehr beliebt ist der schokoladige Kladdkaka (deutsch „Klebkuchen“), aber der ist mir ohne Ei einfach noch nicht gelungen. Wenn doch, seid ihr natürlich die ersten, die es erfahren!

Eine weitere typische Kaffeebeilage ist die allseits beliebte Zimtschnecke (schwed. „Kanelbullar“). *nom* Ich muss gestehen, dass ich im Urlaub meinem Neffen recht neidisch dabei zusah, wie er seine „Bulle“ frisch aus dem Ofen in sich hinein mampfte. Aber hier, in meiner rundum ausgerüsteten Küche, sind auch mir fluffige, kleine Zimtschneckchen gelungen. Manchmal habe ich den Eindruck sie seien so leicht, dass sie fast von selbst vom Teller verschwinden… 😉

Man nehme:

Für den Teig:
420 g glutenfreie Mehlmischung
75 g Zucker
1 Prise Salz
1 Msp gemahlenen Kardamom
250 ml Hafermilch
25 g frische Hefe
75 g Margarine (geschmolzen)

Für die Füllung:
75 g Margarine
50 g Honig
2 TL Zimt

In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Salz und Kardamom verrühren. (Wer keinen gemahlenen Kardomom hat, sondern ganze Kapseln, kann jetzt stattdessen zwei Kapseln anschlagen und in die Milch werfen.) Die Milch auf ca. 40°C erhitzen. In der Mehlmischung eine Mulde bilden und dort die Hefe hinein bröckeln, Die warme Milch langsam in die Mulde gießen und dabei ein wenig vom umliegenden Mehl mit einrühren. Diesen Vorteig ca. 15 Minuten gehen lassen.

Nach Ende der Gehzeit den Kardamom entfernen, wenn man ganze Kapseln benutzt hat. Die flüssige, nicht zu heiße Margarine mit in die Schüssel geben und alles zu einem leichten Teig verkneten. Kurz warten, danach sollte der Teig nicht mehr kleben, da die Stärke nach und nach die Flüssigkeit absorbiert.  Wer zu früh weiteres Mehl hinzufügt, wird recht schwere, kompakte Schnecken backen.

Den Teig mit einem Handtuch abdecken und ca. 30 – 40 Minuten aufgehen lassen. Dann den Teig auf einer mehligen Arbeitsfläche durchkneten und in eine dünne, rechteckige Fläche ausrollen. Margarine und Honig für die Füllung verrühren und damit den Teig bestreichen (es sollte etwas davon übrig bleiben). Den Zimt großzügig darüber streuen. Den Teigfladen zu einer Wurst rollen und in ca. 4 cm dicke Scheiben schneiden. Die Stücke mit den Schnittflächen nach unten in Papierförmchen setzen und auf ein Backblech legen. Alles abdecken und den Teig so noch einmal aufgehen lassen (wird in 30 Minuten ungefähr 1,5 mal so groß).

Die Kanelbullar (Zimtschnecken) mit der restlichen Füllung bepinseln. Auf der mittleren Stufe im vorgeheizten Backofen bei 250°C etwa 8-12 Minuten backen.Zimtschnecke2

Unter einem Handtuch abkühlen lassen und am besten gleich lauwarm genießen. Himmlisch!

Greetz,
Jazz

Brownies

Brownies Diese süßen Gesellen sind vegan. Und glutenfrei. Und sooo lecker schokoladig, dass man nie im Leben darauf kommen würde, dass sie hauptsächlich aus Bohnen (!?) bestehen.

Das ursprüngliche Rezept, sieht vor, dass man schwarze Bohnen verwendet. Da man in deutschen Supermärkten allerdings eher selbst schwarz wird, als dass man schwarze Bohnen findet, benutze ich weiße Bohnen bzw. Cannellini Bohnen. Wer diese Sorten auch nicht findet, kann auch problemlos mit Kidneybohnen backen.

Wie immer gilt, je besser die Bohnen, desto besser das Ergebnis. 🙂

Man nehme:

1 Dose weiße Bohnen (425 ml OHNE Suppengrün)
Eiersatz für 2 große Eier inkl. der angegebenen Menge Wasser
3 EL neutrales Öl
100 g braunen Rohrzucker
1 Päckchen Vanillezucker
50 g Kakaopulver
1/2 Päckchen glutenfreies Backpulver
1 Prise Salz
Fett für die Form
optional gehackte Pinienkerne

Die Einbuchtungen einer Muffinform einfetten und den Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) bzw. 160°C (Umluft) vorheizen.

Die Bohnen in ein Sieb abgießen, gründlich abspülen und abtropfen lassen. Zusammen mit dem Eiersatz (ich verwende meist No Egg) und der benötigten Menge Wasser in einen hohen Becher geben und fein pürieren. Wer eine Küchenmaschine hat, kann diese gerne verwenden und sich so das Leben wesentlich einfacher machen.

Wenn die Bohnen zu einem dicken, möglichst von Klümpchen freien Brei geworden sind, Öl, Rohrzucker, Vanillezucker, Kakao, Backpulver und Salz gründlich unterrühren.

Jeweils einen Esslöffel der Teigmasse in eine Einbuchtung des Muffinblechs geben und etwas glatt streichen (ergibt je nach Höhe 10 bis 12 Stück). Wer möchte, kann die Brownies nun noch mit gehackten Pinienkernen bestreuen.

Die Brownies ca. 24 bis 26 Minuten backen (Achtung, bei dunkel beschichteten Blechen kann es etwas schneller gehen). In der Mitte dürfen sie nach dem Backen ruhig noch etwas teigig sein. Das beste an veganem Kuchen-/Keks-/Brownieteig ist ja, dass man ihn bedenkenlos roh essen kann.

In der Form kurz abkühlen lassen und dann mit einer Gabel vorsichtig herauslösen.

Theoretisch sind die Brownies nun fertig und können genossen werden. Ich persönlich finde sie aber perfekt, wenn man ihnen noch eine Kakaoglasur verpasst.

Man nehme:

100 ml Reismilch
3 EL Rohrzucker
4 EL Kakaopulver
1 Prise Salz
1 Prise Zimt
1-2 EL Kokosfett

Die Reismilch mit dem Zucker aufkochen. Den Kakao, das Salz sowie den Zimt mit einem Schneebesen einrühren, die Temperatur reduzieren und köcheln lassen, bis die Kakaomasse etwas eingedickt ist. Nun das Kokosfett dazu geben und unter Rühren schmelzen, bis sich eine cremige, homogene Schokoladencreme gebildet hat.

Jeden Brownie nun mit etwa 1/2 Esslöffel Glasur überziehen. Die Glasur unbedingt noch heiß/warm verarbeiten, da sie sich sonst nur noch schwer gleichmäßig verteilen lässt. Ca. 30 Minuten abkühlen lassen und danach hemmungslos genießen.

Wer auf den minzigen Geschmack von After Eight steht, kann in die Glasur auch noch einige Tropfen Pfefferminzöl einrühren.

Guten Appetit!

Greetz,
Jazz

Milchreisrollen mit Kirschkompott

Frühlingsrolle suessMein Freund liebt Milchreis. Oder in unserem Fall Reismilchmilchreis. 😉 Es gibt ihn bei uns bestimmt alle 14 Tage mit einem bunten Obstsalat – einfach, aber sehr, sehr gut!

Ich hatte allerdings schon seit längerem eine süße Variation bestehend aus einer knackigen Hülle gefüllt mit raffiniert aromatisiertem, cremig süßem Milchreis an fruchtig saurem Kirschkompott im Kopf. (Notiz an mich: Ich muss dringend aufhören, Reis zu frittieren!!!)

Je nach Größe der gereichten Portion, kann man die knusprigen Röllchen als süße Hauptspeise oder als Dessert servieren.

Man nehme:

200 g Milchreis
800 ml Reismilch
1/2 Vanilleschote
2 Kardamom-Kapseln
1 kleine Zimtstange
3 Nelken
3 EL Zucker
1 Glas Schattenmorellen (720 ml)
1 1/2 EL Speisestärke
3 Tropfen Bittermandelaroma
8 Blatt Reispapier für Frühlingsrollen
Öl zum ausbacken
evtl. Minze zum Garnieren

Einen Topf auf dem Herd heiß werden lassen. Währenddessen die Vanilleschote längs halbieren und die Samen herauskratzen. Die Schote und die übrigen Gewürze im Topf anrösten, bis sie beginnen zu duften. Den Reis ggf. waschen, wenn der Hersteller es empfiehlt, und mit der Reismilch, dem Zucker und den Vanillesamen in den Topf geben. Unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis der Milchreis weich und cremig ist. Zum Abkühlen beiseite stellen und die Gewürze wieder aus dem Reis herausfischen.

Die Kirschen abgießen, den Saft dabei auffangen. 4 EL Saft mit der Stärke und dem Bittermandelaroma verrühren. Den Rest des Saftes aufkochen, dann die Stärkemischung einrühren. Sobald der Saft eingedickt ist, die Kirschen wieder dazu geben und abkühlen lassen.

Das Reispapier Blatt für Blatt kurz in kaltem Wasser einweichen lassen. Eine Platte an der unteren Kante mit je 2 gehäuften EL Milchreis belegen, einschlagen, die Seiten einklappen und aufrollen. Wenn man die ersten beiden geschafft hat, geht es meistens einfacher. Auf diese Weise alle acht Blätter füllen.

Eine beschichtete Pfanne mit Öl füllen, so dass das Öl etwa halb so tief ist wie die Höhe der Milchreisrollen. Die Röllchen im heißen Fett von beiden Seiten goldgelb ausbacken und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Die Rollen mit dem Kirschkompott anrichten. Mit Minze garniert servieren.

Grandios lecker!

Wem das noch nicht süß genug ist, der kann die Röllchen auch noch mit Puderzucker bestäuben. 😉

Guten Appetit!

Greetz,
Jazz

P.S. Dieses Gericht ist sogar vegan und glutenfrei!

Haupia auf Mangospiegel

haupiaHaupia ist ein Kokospudding, den ich auf O’ahu kennengelernt habe. Da er aus Kokosmilch hergestellt wird, ist er ein perfektes, cremiges Dessert für Milcheiweißallergiker.

Traditionell wird er in eine eckige Form gefüllt, gestürzt und dann in Würfel geschnitten mit frischem Obst serviert. Ein köstlicher Abschluss für ein Hawaiianisches Lu’au.

Ein kleiner Tipp vorweg: Je cremiger die Kokosmilch, umso genialer der Haupia! 😉

Man nehme:

400 ml Kokosmilch
100 ml Getreidemilch (z.B. Hafermilch oder Reismilch)
50 g Speisestärke
70 g Zucker
1 reife Mango
etwas Zitronensaft
ggf. etwas Puderzucker
etwas neutrales Speiseöl

Entweder 4 kleine Förmchen (á 125 ml Volumen) oder eine große Form (ca. 500 ml Volumen) mit dem Öl einfetten.

Die Kokosmilch bei mittlerer Hitze aufkochen lassen. Währenddessen die Getreidemilch (ich habe hier Hafermilch verwendet) mit der Stärke und dem Zucker glattrühren. Mit einem Schneebesen die Stärkemischung gründlich unter die kochende Kokosmilch rühren. Ca. eine Minute bei mittlerer Hitze kochen lassen, bis sich eine dicke, cremige Masse gebildet hat. Diese Masse nun in die gefettete(n) Form(en) einfüllen, mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, kalt stellen.

Die Mango schälen und das Fruchtfleisch vom Stein lösen. Entweder im Standmixer oder mit dem Zauberstab pürieren. Mit Zitronensaft und ggf. etwas Puderzucker abschmecken.

Das Fruchtpüree als Spiegel auf einen Dessertteller geben. Den Pudding vorsichtig stürzen (und bei der großen Form in Würfel schneiden) und auf den Soßenspiegel setzen.

Wer möchte kann noch mit exotischen Früchten oder Kokosraspeln garnieren.

Guten Appetit und bis zum nächsten Mal,
Jazz