Gnocchi

GnocchiJa, ich lebe noch. 😉 Die Kleine lernt nur gerade sich an allem Möglichen hochzuziehen und krabbelt schneller als mir lieb ist. Demnach habe ich oft entweder keine Zeit oder keine Energie mehr, um euch mit einem Eintrag zu beglücken. 😛

Dafür gibt es heute was ganz leckeres aus der italienischen Küche für euch: Gnocchi! Ich bin ein sehr großer Fan dieser kleinen Kartoffelbällchen. Damals –  es fühlt sich schon fast wie ein anderes Leben an – habe ich sie regelmäßig mit einer cremigen Fetasoße oder einem einfachen Tomatensugo gegessen. Ein Traum.

Immerhin auf die Gnocchi muss ich jetzt nicht mehr verzichten, wenn auch die Soßen nun etwas anders ausfallen, wie hier auf dem Bild zum Beispiel mit Senfrahm (natürlich auf Hafersahnebasis), Speck und Schnittlauch. Lecker, lecker, lecker!

Man nehme:

1 kg Kartoffeln
500 g glutenfreie Mehlmischung (ich verwende am liebsten den Brotmix B von Schär)
100 g Polenta
Salz

Die Kartoffeln in der Schale kochen bis sie gar sind, aber nicht zerfallen. Kocht man sie ohne Schale, geben sie zuviel Stärke ab. Die Knollen noch heiß pellen und durch die Presse drücken. Sofort mit Mehl und Polenta und Salz (abschmecken) vermengen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Bei Bedarf etwas mehr Mehl hinzugeben. Den Teig etwas ruhen lassen.DSCN1394

Aus dem Teig etwa daumendicke Rollen formen, davon etwa daumenbreite Stücke abschneiden und nach Belieben formen. Ich habe sie nur einmal kurz in der Hand gerollt und mit der Gabel eine leichte Vertiefung in eine Seite gedrückt,  so entstanden Rillen in der Mitte für die Soße.

In heißem, nicht ganz kochendem Salzwasser ziehen lassen. Wenn die Gnocchi oben schwimmen, sind sie gar.

Mit einer Soße nach Wahl oder einfach mit etwas Olivenöl und Kräutern in der Pfanne geschwenkt sofort servieren.

Greetz,
Jazz

Weiße Bohnensuppe mit Cabanossi

weiße BohnensuppeIch bin ein großer Fan von weißen Bohnen! Und das nicht nur, weil man daraus leckere Sachen backen kann… 😉 Ich liebe sie in Salaten, Chilis oder auch in Suppen. Köstlich!

OK, wer keine weißen Bohnen mag, kann dieses Rezept einfach mal auslassen, aber wer experimentierfreudig, oder aber den kleinen Hülsenfrüchten schon verfallen ist, der kann sich hier richtig den Bauch vollschlagen.

Man nehme:

3 Dosen weiße Bohnen (à 425 ml)
1 große Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
3-4 Stile Thymian
3 EL Olivenöl
600 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
Zitrone
Zucker
1 Cabanossi
etwas Kresse

Bohnen in ein Sieb geben, mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Thymian waschen und trocken tupfen.

2 Esslöffel Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch und Bohnen darin anschwitzen. Mit Brühe ablöschen, Thymian zugeben und 15-20 Minuten köcheln lassen. Cabanossi in dünne Scheiben schneiden. 1 Esslöffel Öl in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen. Wurstscheiben darin ca. 3 Minuten braten.

Thymian aus dem Suppentopf nehmen. Suppe mit dem Schneidstab anpürieren. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und etwas Zitronensaft abschmecken.

Mit gebratenen Wurstscheiben und Kresse garniert servieren.

Guten Appetit!

Greetz,
Jazz

Polenta mit Champignonsoße

DSCN1595Vergib mir, Vater, denn ich habe eingekauft. Und zwar Polenta – ganze 1,5 Kilogramm – Das will erstmal verarbeitet werden… 😀 Hauptsächlich habe ich zugeschlagen um einen Ersatz für den doch hin und wieder benötigten Weizengrieß im Haus zu haben, aber mit dieser Menge habe ich es wohl doch ein wenig übertrieben… 😉

Nun müssen also möglichst schmackhafte Anwendungsmöglichkeiten für die geschroteten Maiskörner gefunden werden.

Man nehme:

250 g Polenta
1 L Wasser
200 ml Reismilch
30 g Margarine
2 EL Hefeflocken
1 TL mittelscharfer Senf
1 Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
125 ml Brühe
100 ml Weißwein
Salz, Pfeffer
1 Prise Muskat
Speisestärke

Wasser und Reismilch mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss aufkochen lassen. Nach und nach den Polentagrieß dazugeben und dabei mit einem Schneebesen oder einem Holzlöffel kräftig schlagen. Die Hitze senken und die Polenta 20-30 Minuten garen, dabei immer sorgfältig rühren. Margarine, Senf und Hefeflocken darin unter stetigem Rühren schmelzen lassen. Die Polenta auf ein Backblech streichen (es empfiehlt sich, das Blech mit Backpapier auszulegen) und erkalten lassen.

Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin anbraten und Farbe annehmen lassen. Champignons in Scheiben schneiden, dazugeben und 3-4 Minuten mitbraten. Mit der Brühe ablöschen und 2 Minuten kräftig einkochen. Wein dazugeben und die Sauce stark reduzieren lassen (Wer ihn mag, kann statt Wein auch Sherry verwenden, er passt gut zu Pilzen. Ich mag ihn leider nicht *bäh*). Mit Kartoffelstärke nach Wunsch andicken und abschmecken.

Kreise aus der Polenta ausstechen oder auch einfach in Quadrate schneiden und in Margarine oder Öl goldbraun und kross braten. Sehr vorsichtig umdrehen, weil die Kruste sonst schnell abfällt.

Dazu noch ein leckerer Salat und mit der Sauce servieren.

Greetz,
Jazz

Kürbiskernbrot

DSCN1761Wenn es eines gibt, was der Verzicht auf Milch und Weizen sehr erschwert, dann  ist es Brot. Zugegeben, man könnte reines Roggenvollkornbrot oder Roggenknäckebrot essen, doch hin und wieder möchte man doch in etwas luftiges, lockeres, mit einer genial knusprigen Kruste beißen… Und da kommt dieses Kürbiskernbrot ins Spiel.

Brot backen ist nicht schwer! Ganz im Gegenteil, es erfordert vielleicht ein bißchen Übung, aber in kürzester Zeit kann man schon Ergebnisse erzielen, die einem frischen Laib vom Bäcker in nichts nachstehen! Die wichtigste Zutat beim Brot backen ist, neben der Hefe, die Geduld! Wer keine Geduld hat, um den Brotteig gehen zu lassen, wird auch kein gutes Brot backen – Also immer ein gewisses Pensum an Zeit mit einplanen.

Ich möchte vorweg noch betonen, dass dieses Brot NICHT glutenfrei ist, sondern lediglich frei von Weizen und Dinkel!

Man nehme:

400 g Roggenmehl
100 g Buchweizenmehl
1 Würfel frische Hefe (42 g)
10 g Salz
1 EL Honig
50 g Kürbiskerne
25 ml Kürbiskernöl
50 ml Rotweinessig
300 ml lauwarmes Wasser

Den Backofen bei Ober-/Unterhitze auf 50°C vorheizen und wieder abstellen.

Alle Zutaten in eine große Rührschüssel geben und mit den Knethaken eines Handrührgeräts erst auf niedriger, dann auf hoher Stufe gründlich verkneten. Es sollte einDSCN1756 durch das Öl leicht grünlich verfärbter, klebriger Teig entstehen, der ungefähr so aussieht.

Die Schüssel mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken und für 30 bis 40 Minuten in den vorgewärmten Ofen stellen. Nach dem Gehen sollte der Teig in etwa so aussehen. DSCN1758

Nun wird der Teig in eine gefettete Backform umgesiedelt (ich benutze gerne eine etwas höhere, runde Form, eine Kastenform funktioniert aber ganz genauso), glatt gestrichen und wieder für eine halbe Stunde zum gehen an einen warmen Ort gestellt. Dieses Mal am besten nicht in den Backofen, denn dieser muss sich nun auf knackige 250°C Ober-/Unterhitze aufheizen. Um eine schöne Kruste zu erzielen, ist es wirklich wichtig, dass der Ofen die vollen 250°C erreicht hat, wenn das Brot in die Röhre kommt.

Wenn das Brot gegangen  ist und der Ofen die gewünschte Temperatur erreicht hat, das Brot für 10 Minuten bei 250°C backen. Danach die Temperatur auf 200°C reduzieren und das Brot weitere 40 bis 45 Minuten backen. Das Brot sollte sich nun mühelos aus der Form stürzen lassen. Wenn man nun von unten an den Laib klopft, müsste er sich hohl anhören. Dieses Geräusch bedeutet, dass das Brot durchgebacken ist.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Roggenbrot besser ist, wenn es eine Nacht ruhen darf, bevor es angeschnitten wird, frisch aus dem Ofen ist es aber auch köstlich! 🙂

Guten Appetit und bis bald!

Greetz,
Jazz

Hühnerbrust mit Mango Avocado Salsa

AvocadoSalsaDa bin ich wieder… Und Zeit wirds… Entschuldigt bitte… Mit dem Urlaub hat sich ein gewisser Schlendrian eingeschlichen, dem hiermit vollends der Garaus gemacht werden soll!

Wenn es ein Obst gibt, das in unserem Haushalt immensen Anklang findet, dann ist es die Avocado! Wir lieben sie geradezu abgöttisch (oder ich zumindest) und daher schleicht sie sich immer wieder in unseren Speiseplan ein – heute verbündet sich diese cremige Genossin mit einer fruchtig süßen Mango zu einer leckeren Salsa, die perfekt zu Hühnerfleisch passt.

Man nehme:

400g Hühnchen Minutenschnitzel
1 Mango
1 Avocado (Hass)
1 kleine Zwiebel
1 Limette
1 Chilischote
nach Belieben Koriander
2 Zehen Knoblauch
2 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer, Paprika
Olivenöl

Die Mango seitlich von Stein herunterschneiden und dann das Fruchtfleisch rautenförmig einschneiden und so von der Schale lösen. Die Avocado halbieren, vom Stein lösen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel von der Schale lösen. Die Avocado würfeln und mit der Mango in eine Schale geben. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Chili von Samen und den weißen Häuten befreien und ebenfalls fein würfeln. Beides zu den Früchten geben und mit dem Saft der Limette beträufeln. Nach eigenem Gutdünken gehackten Koriander dazugeben (wird bei uns meist etwas weniger, da mein Freund ihn nicht sooo gerne mag). Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Durchziehen beiseite Stellen.

Das Hühnchen waschen, trocken tupfen und von beiden Seiten mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Um dem Hühnchen etwas mehr Leben einzuhauchen wird zunächst das Öl gewürzt. Das Olivenöl in eine Pfanne geben. Die Knoblauchzehen nicht schälen sondern ein Messer darauf legen und leicht anschlagen, so dass die Schalen aufplatzen und der Knoblauch leicht zerdrückt wird. Diese Zehen und die Lorbeerblätter in das Öl geben und eine Minute anbraten, so geht das Aroma in das Öl über. Jetzt die Hühnerschnitzel dazugeben und von jeder Seite ein bis zwei Minuten goldbraun braten. Mit der Salsa servieren. Dazu passt ein knackiger Salat, etwas Baguette oder wie bei uns, die frisch vom Balkon geernteten Kartoffeln – lecker, lecker, lecker!

Guten Appetit und bis zum nächsten Mal!

Greetz,
Jazz

Süßkartoffelsuppe

SüßkartoffelsuppeDas Geschirr und der Tisch lassen es erahnen – dieses Gericht ist nicht Zuhause entstanden… Korrekt, wir sind nämlich im Urlaub! Das wunderschöne Schweden hat es uns mal wieder angetan. Die Natur hier ist der perfekte Ort für ein wenig Erholung und Abstand vom Alltag daheim.

Leider kann man die Unverträglichkeiten nicht einfach Daheim zurücklassen und daher habe ich ein neues Rezept für euch, nämlich eine leckere Süßkartoffelsuppe.

Man nehme:

3 etwa faustgroße Süßkartoffeln
2 Kartoffeln
1 Zwiebel
1 Bund Lauchzwiebeln oder Frühlingszwiebeln
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 L Gemüsebrühe
1 Dose Kokosmilch (425 ml)
1/2 TL Cumin
1 Prise Muskat
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Die Süßkartoffeln und die Kartoffeln schälen und würfeln (je kleiner, desto schneller sind sie durch, falls man es eilig hat). Die Zwiebel und den Ingwer schälen und ebenfalls fein würfeln, die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.

Etwas Öl in einem großen Topf erhitzen. Darin nun Zwiebel, Ingwer und die weißen Teile der Frühlingszwiebeln anschwitzen. Kartoffeln und Süßkartoffeln dazugeben und ebenfalls kurz braten. Die Brühe angießen und aufkochen lassen. Die Suppe zugedeckt 10 bis 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Die Suppe pürieren und die Kokosmilch sowie die grünen Zwiebelringe einrühren. Die Suppe mit Cumin und Muskat würzen und nochmals aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und heiß servieren.

Schnell, einfach, lecker! (Und mit der richtigen Brühe sogar vegan!)

Guten Appetit!

Greetz aus Sverige,Beach
Jazz

Gefüllte Paprika arabisch inspiriert

PaprikaNeulich, beim Großreinemachen in der Küche, habe ich meine Gewürze sortiert und bin dabei über ein Päckchen Harissa gestolpert. Da musste natürlich umgehend ein Gericht kreiert werden, in das ich dieses leckere Gewürz hineinwerfen konnte! Und so ward die Idee der arabisch inspirierten gefüllten Paprika geboren!

Auf dem Bild sind sie leider etwas dunkel geraten, da ich nebenbei noch Brei für meine Kleine zubereitet habe. Merke: Essen rechtzeitig aus dem Rohr nehmen, Jazz! Der heimliche Star dieses Tellers sind jedoch eigentlich die Erbsen, die frisch vom heimischen Balkon geerntet wurden. 😉

Man nehme:

ca. 400 g rote Spitzpaprika
500 g Lammhackfleisch
1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
2 EL Paprikamark
1-2 TL Harissa
1/2 TL Cumin
1/2 TL Zimt
50 ml Rotwein
Salz und Pfeffer
Olivenöl

Die Paprika waschen, flach hinlegen und einen flachen Deckel abschneiden, damit man die Samen und die weißen Trennwänder herauslösen kann. Die Schoten von innen mit etwas Olivenöl einpinseln und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Backofen auf 180°C Umluft (bzw. 200°C Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und beides fein hacken. Die Paprikadeckel ebenfalls klein schneiden. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und darin Zwiebeln, Knoblauch und Paprika weich dünsten. Dann die Hitze erhöhen und das Lammhackfleisch krümelig braten. Da Lammhack oft recht fettig ist, kann man nun das überschüssige Fett vorsichtig abgießen. Anschließend zurück auf die Hitze stellen und mit Harissa (ACHTUNG, scharf!), Cumin und Zimt würzen. Das Paprikamark mit in die Pfanne geben und kurz anschwitzen. Den Rotwein dazu geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sobald der Wein verkocht ist, ist die Füllung fertig und kann in die Paprika gefüllt werden.

Die so gefüllten Paprika in eine gefettete Auflaufform setzen und ca. 20 bis 25 Minuten backen. Heiß servieren!

Dazu passt ein frischer Salat (bei uns ein Hirsesalat) und blanchiertes Gemüse. Auch Reis oder (bei Weizenverträglichkeit) Couscous kann ich mir gut dazu vorstellen.

Guten Appetit und bis bald,
Jazz